Über Erziehung, kindliche Entwicklung und die Macht unserer Bewertungen.
Ein Kleinkind bekommt im Supermarkt einen Wutanfall. Ein Jugendlicher widerspricht seinen Eltern lautstark auf dem Parkplatz…
…Und schon entstehen Urteile: „Da fehlen wohl die Grenzen.“ Oder: „Die Eltern haben offenbar etwas falsch gemacht.“
Doch was macht eine sichere Bindung aus? Und warum gehören auch Wut, Widerstand und das gemeinsame Bewältigen von Konflikten zu einer gesunden Beziehung zwischen Eltern und Kindern?
An diesem Themenabend beschäftigen wir uns mit der Frage, wie unsere eigenen Erfahrungen, gesellschaftliche Normen und Vorstellungen von guter Erziehung unseren Blick auf Kinder und Eltern beeinflussen.
Dabei werfen wir auch einen Blick auf den Wandel pädagogischer Leitbilder: von einer Erziehung, die über lange Zeit häufig durch Gehorsam, Anpassung und autoritäre Strukturen geprägt war, hin zu einer zunehmend bindungs- und bedürfnisorientierten Haltung, die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Bedürfnissen und einem Recht auf Mitbestimmung anerkennt.
Doch dieser Wandel wirft auch neue Fragen auf: Sind Kinder heute tatsächlich herausfordernder, oder geben wir ihnen lediglich mehr Raum ihre Gefühle, Bedürfnisse und ihren eigenen Willen auszudrücken? Wie gelingt es kindliche Autonomie zu fördern und gleichzeitig Orientierung und verlässliche Grenzen zu vermitteln? Und wie können wir mit Konflikten umgehen, ohne in alte autoritäre Erziehungsmuster zurückzufallen oder die eigenen Bedürfnisse aus dem Blick zu verlieren?
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Ziel dieses Abends ist es, den Blick auf kindliches Verhalten zu erweitern und die eigene pädagogische Haltung zu reflektieren.
Ein Themenabend mit alltagsnahen Beispielen, neuen Perspektiven und Raum für Fragen und Austausch.
Die Teilnahmegebühr gilt pro Person und wird vor Ort in bar entrichtet.
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